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Berlebach UNI26C

 

Das Berlebach Ministativ mit Nivellierung habe ich bereits vorgestellt. Heute geht es um das Berlebach UNI26C, ein großes Holzstativ "Made in Germany".

 

Warum ein Holzstativ?

Die meisten hochwertigen und stabilen Stative, sind heutzutage aus Aluminium oder Kohlefaserverbund hergestellt. Diese Stative sind robust, wetterbeständig und auch relativ leicht. Darüber hinaus sind diese Stative durch die Verwendung von Mehrfachschiebesegmenten auch häufig recht kompakt und so besser zu transportieren. Weshalb sollte man sich also für ein Stativ aus Holz entscheiden? Ganz einfach, Holz besitzt als Werkstoff bessere Dämpfungseigenschaften als Alu oder Carbon, d.h. Schwingungen werden besser absorbiert und schneller eliminiert. Und genau darum geht es ja bei der Fotografie, Schwingungen weitestgehend zu vermeiden. Dies wurde den Berlebach-Stativen auch in wissenschaftlichen Untersuchungen bescheinigt. Bei der Tierfotografie spielen diese theoretischen Faktoren vermutlich eher eine geringere Rolle, da sich die Tiere ja bewegen und der Stativkopf wohl in den seltensten Fällen absolut fest arretiert ist. Aber das wird die Praxis zeigen. Ein weiterer Vorteil der Holzstative der Firma Berlebach ist die hohe Belastbarkeit, im Fall des UNI26C sind es immerhin 30kg!

 

Der Entschluss war gefallen, ein Holzstativ von Berlebach sollte es für mich sein. Doch Welches? Diese Frage war gar nicht so leicht zu beantworten, da das Stativprogramm von Berlebach derart umfangreich ist, das man schon einige Zeit nach einer passenden Lösung sucht. Gut, eine Anforderung war natürlich eine hohe Tragfähigkeit, wodurch die Wahl schon auf die UNI-Serie begrenzt war. Aber nun? Brauche ich eine maximale Höhe von 1.0m, 1.3m oder 1.6m oder irgend etwas dazwischen? Es gibt auch ein reines Ansitzstativ die "Franz Bagyi Tarnstativ Edition". Dies ist ein hochstabiles Stativ mit einer Transportlänge von 73cm und einer Maximalhöhe vom 101cm, bei 5kg Gewicht und 50kg(!) Belastbarkeit. Lange habe ich mit diesem Stativ geliebäugelt, da schnell klar war, dass diese schweren Stative eh nur zur stationären Nutzung wegen ihres hohen Eigengewichtes geeignet sind. Wenn man überlegt, dass man neben dem schweren Tele, dem Stativ auch noch Zelt und Hocker mitnehmen muss, wird aber auch schnell deutlich, das man das ganze Zeug irgendwie auf einem Beachtrolley oder ähnlichem transportieren muss. Also kam ich für mich persönlich zu der Überlegung, dass ich die Transportlänge und das Stativgewicht vernachlässigen kann und mir lieber ein Allroundstativ zulege, welches bei Bedarf die nötige Höhe besitzt, die ich bei meinen 1.95m Körpergröße eventuell mal brauchen könnte. Außerdem sollte das Niveau der Auflagefläche leicht und schnell einstellbar sein. So blieb für mich nur ein Stativ übrig, welches alle Bedingungen erfüllte:

 

Das Berlebach UNI26C

 

So habe ich dann dieses Stativ bei der Firma Berlebach bestellt. Eine kurze Mailanfrage, ob ich dieses Stativ auch in tarnfarbender Lackierung bekommen könnte, wurde nach wenigen Minuten beantwortet. Gegen einen geringen Aufpreis von 10,-€ gegenüber den Standardfarben könnte ich das Stativ selbstverständlich auch in dieser Lackierung bekommen. Und das Beste, die Firma Berlebach hatte dieses Stativ so sogar auf Lager! Scheinbar haben wohl mehr Naturfotografen diesen Wunsch... Zwei Tage später, ist das Paket bereits angekommen. Schnell und zuverlässig, der Service kann sich sehen lassen!

 

Berlebach UNI26C

 

Noch ein Vergleich mit dem Berlebach Ministativ

 

UNI26C im Vergleich zum Ministativ

 

 

Die Eckdaten:

- Gewicht: 8,10 kg
- Transportlänge: 111 cm
- Minimalhöhe: 34 cm
- Maximalhöhe: 167 cm
- Belastbarkeit: 30,00 kg
- Schwingungsdämpfung: extrem gut

Weitere Merkmale:

Leichtmetallschenkelkopf mit Nivellierkugel bis 30° Neigung und Dosenlibelle.

Federnd gelagerter Anzugsspindel, Kugel mit Friktionseinstellung. Durchmesser der Auflagefläche 100 mm.

Mit Stativbeinanschlägen bei 20°, 35°, 55° und 80°.

 

Erster Eindruck:

Das Paket ließ schon die Ausmaße des Stativs erahnen. Alles war sauber verpackt und gut geschützt. Dann kam der Moment, wo ich das Stativ das erste Mal in den Händen hielt, sehr schwer, sehr wertig und ein super Anfassgefühl. Holz ist einfach Holz. Die Nivelliereinheit, die Auflagefläche mit Libelle zum Ausrichten, die Stativbeine, alles wirkt sehr solide und hochwertig. Ich habe das Stativ dann mal gespreizt und mich aufgestützt, da wackelt nix, das Ding steht! Ebenso bei maximal ausgefahrenen Beinen, bleibt die Stabilität erhalten. Die spezielle Form der gefrästen Holzbeine und die stabile Klemmung ergeben eine sehr feste Einheit, hier wackelt nichts! Die Gummifüße können bei Bedarf eingeschraubt werden, so dass die Spikes zu Vorschein kommen. Die Metallschläge, die die Neigung der Beine begrenzen, rasten sehr gut ein und mit den großzügig dimensionierten Arretierhebeln, lassen sich die Beine zusätzlich festziehen.

Jetzt musste ich noch den Wimberley Head aufschrauben. Dank einer in der Nivelliereinheit befindlichen Schraube mit einem großen Drehknauf, gelang dies in wenigen Sekunden gänzlich ohne Werkzeug. Durch die gummierte Auflagefläche, wird der Kopf auch gleichzeitig gegen selbstständiges Lösen gesichert.

 

 

Nivelliereinheit mit Libelle zum Ausrichten des Kopfes

 

Nivelliereinheit mit befestigtem Kopf

 

Währen mein 600er auf meinem alten Stativ immer gewaltig wirkte und das Stativ vollkommen überfordert war, sah es auf dem UNI26C schon fast klein aus. Das Berlebach ließ sich gar nicht irretieren von dem Gewicht der Kamera-/ Objektivkombination, auch im voll ausgezogenem Zustand, zeigt das UNI26C keine Schwächen.

 

Berlebach UNI26C mit Canon 600/F4 und 7D

 

Berlebach UNI26C mit Canon 600/F4 und 7D

 

Qualität aus Sachsen, Berlebach Holzstative

 

Vorläufiges Fazit:

Das erste Fotografieren bestätigte dann auch meine Erwartungen. Durch das hohe Eigengewicht der Kombi Stativ/Objektiv, kann man die Friktion am Wimberley Head schon sehr streng einstellen, so dass Schwingungen und Verwackelungen schon dadurch deutlich reduziert werden. Das Stativ steht dabei derart satt auf dem Boden, dass man ein ganz neues Fotografiergefühl bekommt. Die ersten Bilder ließen dann auch gleich einen Unterschied erkennen, was die Schärfe der Bilder in der 100%-Ansicht anging. Vor allem über größere Entfernung macht sich die Stabilität natürlich bemerkbar, so dass ich demnächst wenn das Wetter etwas besser ist, mal einige Bilder mit den Telekonvertern machen werde und diese dann hier einstelle.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Wahl. Ich habe zu einem verhältnismäßig moderaten Preis ein sehr hochwertiges und stabiles Stativ bekommen, das mich wohl sehr lange Zeit begleiten wird. Auch hier ist "Made in Germany" nicht nur ein Aufdruck. Ich freue mich schon auf den Einsatz des Statives in "freier Wildbahn" und den Konvertereinsatz. Auch die nächste Vollmondphase wird bei passendem Wetter zeigen, was dieses Stativ kann.

 

Mehr Informationen gibt es unter www.berlebach.de

 

Abschließend nun noch ein paar erste Bilder mit dieser Kombi.

 

Feldsperling

 

Blaumeise

 

Unbearbeiteter 100% Ausschnitt bei ISO 3200

 

Das komplette Bild

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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